Valle de Viniales, ein tolles Casa und viele Überraschungen

Nachdem wir uns im Viazul-Bus auf die viereinhalb-stündige Fahrt nach Viniales machten, erkannten wir außerhalb Havanas schnell die Schönheit der Natur dieses Landes. Obwohl es trotz Klimaanlage ziemlich heiß und schwül war, werden wir später heraus finden, dass es noch eine unserer besten (Transport-)Reisen war.

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In Viniales angekommen, wurden wir von der Haltestelle abgeholt und zu unserem Casa Villa El Mojito gebracht. Geführt wird diese von einem älteren Ehepaar, Juanito und Tita. Leider sprechen die beiden nur Spanisch, was dem Besuch jedoch keinen Abbruch getan hatte.

Tita bereitet Mojitos zu
Tita bereitet Mojitos zu

Bei Ankunft wurden wir direkt mit einem Mojito begrüßt, welche wir in den folgenden Tagen in Hülle und Fülle hätten haben können. Ebenso ist das Essen von Tita wärmstens zu empfehlen. Dort wurden mengen aufgetischt, die man gar nicht alle essen konnte. Insbesondere das kubanische Nationalgericht „Ropa Vieja“ (weder vegetarisch noch vegan, sondern eine Art Rindfleischeintopf), muss man in Kuba mal probiert haben.

Am Abend besuchten wir noch den botanischen Garten von Vinales. Von außen recht unschienbar, eröffnete er sich jedoch als recht groß und vielfältig. Unser Fazit: Auf jeden Fall einen Besuch wert. Während wir den Garten bestaunen, hören wir ein komisches Quicken/Schreien. Wie wir ein paar Minuten später feststellen, wurde ein Schwein geschlachtet, was es am nächsten Abend zu Essen gab. Am Ende erhält man ein paar frische Früchte, aus dem Garten geerntet. Anders als bei vielen öffentlichen Einrichtungen wird hier statt überteuertem Eintritt um eine Spende gebeten, welche man erst am Ende begleicht.

Eindrücke aus dem botanischen Garten
Eindrücke aus dem botanischen Garten

Am nächsten Morgen starten wir zu einer Tour in die Berge – mit den Pferden. Die Sonne knallt, es ist morgens schon unglaublich warm. Der Guide spricht wieder nur Spanisch, aber mit Händen und Füßen geht ja bekanntlich alles. Unterwegs halten wir irgendwo im nirgendwo (so fühlt man sich recht oft in der Region Viniales), um eine Tabakplantage zu besuchen. Es wird gezeigt, wie Ananas und Kokosnüsse wachsen, aber vor allem, wie Zigarren hergestellt werden udn worauf man beim kauf achten sollte. Glücklicherweise waren wir die Einizigen, und es war keine überlaufene Touri-Hütte.

Nac dieser Tour ging es weiter zur Cueva de Silencio (Eintritt 2 Euro), eine Tropfsteinhöhle, wo man in der hintersten Ecke ins Wasser springen und sihc abkühlen kann. uns war das Ganze zu dunkel, zumal man nicht gesehen hat, wo der Wasserstrom hinführt.

Auf dem Weg aus der Höhle habe ich dann einen kleinen Spalt übersehen, rutsche hinein und quetsche mir das Bein ein. Nicht einmal 10 Sekunden habe ich da drin gesteckt, als mich ein Guide herausgezogen hat. Und dennoch einige ziemliche Schrammen davon getragen. Zu allem überfluss stand dort eigentlich ein großes Holzstab, sodass man den Vorsprung als Lücke erkennt, der war natürlich umgefallen.

Deshalb der Tipp: Besser selbst noch eine GUTE und HELLE Taschenlampe mit in die Höhle nehmen

Entsprechend war die Tour mit den Pferden ziemlich schnell beendet und es ging zurück ins Casa. Leider konnten wir aus diesem Grund auch die bemalte Felswand, die Mural de Prehistoria“ nicht ansehen. Stattdessen lies mich Juanito ins Krankenhaus fahren. Zuvor hatten wir gelesen, dass die Kubaner ein sehr gutes Medizinsystem haben und es mit europäischem Standard zu vergleichen wäre. Und wer hätte gedacht, dass die geforderte Auslandskrankenversicherung so schnell greifen müsste. Ganz anders als erwartet sprach die Ärztin sehr gutes Englisch und wir mussten nicht mal etwas bezahlen – das war mal wieder Kuba von seiner positiven und nicht seiner Abzockerseite.

Also verbrachten wir den Rest des Tages an Pool und in der Hängematte, bevor wir abends mit Juanito Domino spielten.

Am nächsten Morgen ging es weiter mit dem CubaTaxi nach Cienfuegos. Die Fahrt an sich war schon ein Erlebnis – 6 Stunden später 2 Taxifahrer und völlig verschwitzt und mit noch 2 Italienern im Auto kommen wir an. Mehr dazu im nächsten Bericht.

 

 

 

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