Trinidad und Umgebung – oder auch wo Touristen mal wieder das Geld aus der Tasche gezogen wird

Im Viazul-Bus erreichten wir nach ca. 2-stündiger Fahrt, teils an der Küste entlang, den Ort Trinidad. Wir hatten zuvor viel positives gehört und waren gespannt.

Am Bus-Bahnhof natürlich wieder das typische kubanische Verhalten um Kunden anzuwerben: Nah kommen, Unterkünfte anpreisen und ein wahnsinns-Geld dafür verlangen.
Mittlerweile reagierten wir nicht mehr und suchten nach unserem Namensschild. Mit einer Art Tuc-Tuc, wie man sie aus Thailand kennt, wurden wir zu unserer tollen Unterkunft gebracht.

In Narcicas Casa wurden wir herzlich empfangen. Eingentlich hatten wir geplant, nur drei Übernachtungen zu bleiben, am Ende wurden es fünf.

Das lag an der Hezlichkeit und Mühe, am guten Essen, aber auch an dem schönen Strand Playa Ancon.

Trinidad ist alt, ziemlich verschlafen und recht touristisch. Standardsatz ist: „Havanna, Varadero, Viniales, same price like bus“. Das bekommt man immer wieder zu hören, auch wenn man zum dritten Mal in einer Stunde an der gleichen Ecke vorbei läuft.

Am ersten Abend aßen wir im Restaurante und bummelten durch die Stadt.

Valle de los Ingenios

Am nächsten Morgen, nach reichhaltigem und riesengroßem Frühstück auf der Dachterrasse, begaben wir uns zum Zug, welcher uns durch das Zuckermühlental bringen sollte. Es war sich keiner richtig sicher, weder von den Einheimischen, noch von den Touristen, wann der Zug genau startet. Die Fahrt kostete 10 CUC/Person und los ging es um 09:30 Uhr mit dem offenen Zug irgendwo ins nirgendwo. Unser erster Halt war ein Turm, Manaca Iznaga, mit vielen kleinen Ständen außenrum, um Kram an die Leute zu bringen. Der Turm war für 1 CUC zu betreten. Dann ging es weiter, ohne eine einzige Zuckermühle gesehen zu haben, zu unserem zweiten Halt, welcher sich als Restaurante herausstellte. Drum herum nichts, sodass wir ca. 1,5 Stunden rum saßen und warteten, bis einige etwas gegessen hatten. Die Fahrt wäre schön gewesen, auch ohne eine Zuckermühle zu sehen, wären nicht wieder die aufdringlichen Touristenstände gewesen.

Topes de Collantes

Am dritten Tag wurden wir mit einem Taxi zum Nationalpark Topes de Collantes gebracht. Öffentliche Verkehrsmittel fahren dort nicht hin. Am Eingang dann mal wieder das Ärgernis schlechthin: Eintritt für den Nationalpark: 9 CUC für Touris. Für Einheimische 3 CUP. Na toll. Zeitgleich mit uns wollte noch eine schweizer Familie in den Park. Nachdem wir uns unterhalten hatten und diskutierten, ob es das Geld wirklich wert sei, entschlossen wir uns dann eben doch in den Park zu gehen. Der Schweizer brachte es auf den Punkt, indem er äußerte: Hier bezahlt man für „Wanderwege“, welche in Europa der Feldweg ins nächste Dorf führen. Genauso ist es.

Es war heiß, wie in Kuba eben üblich. Wir hatten 3 Liter Wasser dabei und waren guter Dinge, dass diese reichen würden. Nach unten ging es ganz gut. Am Wasserfall angekommen, war es eine gute Abkühlung ins Wasser zu springen. Dass noch einige andere Besucher da waren, störte nicht. Zurück wollten wir eigentlich im gleichen Tempo, was nicht ganz möglich war, denn die Hitze machte uns einen Strich durch die Rechnung. Zurück am Taxi angekommen, waren wir ziemlich ausgepowert und unsere Flaschen waren leer.

Auf dem Rückweg nach Trinidad hielten wir noch am Mirador, einem Aussichtspunkt. Dieser war zur Ausnahme umsonst und ziemlich lohnenswert.

Vom Taxi ließen wir uns am nahegelegenen Strand Playa Ancon absetzen – dort bemerkten wir erst wie unterzuckert wir tatsächlich waren und mussten erst mal etwas essen.

Am Strand verbrachten wir die letzten Tage in Trinidad. Einige sagen, es gibt schönere. Doch uns reichte es aus. Es war sauber, dass Wasser klar und man lag nicht wie nebeneinander gepresst , sondern hatte genügend Platz.

Tipp: Wenn der Bus von Trinidad zum Strand mal nicht kommt, kann man auch mit dem Taxi fahren. Dieses sollte keinesfalls mehr als 8, eher 7 CUC kosten. Im Zweifel länger handeln und warten, dann gehen sie mit dem Preis schon runter. Der Bus vom Strand zurück fährt vom nahegelegenen Hotel ab.

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